Giessen der Zimmerbonsais

→ Die Feuchtigkeit der Erde mit dem Finger prüfen, sobald sie angetrocknet ist, reichlich giessen.

Wie oft muss der Bonsai gegossen werden?

Wie oft man wässern muss und welche Menge Wasser man geben soll, hängt von mehreren Faktoren ab, wie z. B. der Pflanzenart, der Zusammensetzung der Erdmischung, dem Volumen der Bonsaischale, dem Verhältnis zwischen Wurzelanteil und Erde, der Temperatur, Luftfeuchtigkeit und dem Licht etc.

Es kann keine exakte Angabe gemacht werden, wann wieviel Wasser gegeben werden soll. Man muss dies über Beobachtung feststellen, indem man die Feuchtigkeit mit dem Finger erfühlt und die Farbe der Erde beurteilt (dunkel = nass, hell = trocken).

Gewöhnliche Bonsaierde, Unterschied nass/trocken:

Unsere Hausmischung, Unterschied nass/trocken:

Grundsätzlich sollte die Erde nie vollständig austrocknen, darf aber auch nicht dauerhaft nass sein, damit die feinen Wurzeln nicht von Fäulnis befallen werden.

Verschiedene Giessmethoden

Zum Wässern eignen sich verschiedene Methoden; z. B. ein Wasserbad, mit einer Giesskanne mit feiner Brause oder der Ballbrause. Für welche Art man sich entscheidet hängt vom Bonsai und der Situation ab. So verträgt ein Bonsai, welcher voll mit Blättern ist und in einer nicht zu grossen Schale steht, ein Wasserbad sehr gut. Verliert jedoch derselbe Bonsai aus irgendeinem Grund seine Blätter oder wird er stark zurückgeschnitten, sollte man auf ein Wasserbad verzichten und stattdessen für eine gezielte Dosierung auf die Giesskanne oder Ballbrause zurückgreifen. Denn Pflanzen verdunsten das Wasser über ihre Blätter. Je weniger Blätter sie hat, desto weniger Wasser verbraucht sie. Wenn man weiterhin ein Wasserbad gibt, bleibt die Erde zu lange nass. In der Folge würden die Wurzeln faulen und absterben. Daher ist es wichtig, dass die Erde vor dem nächsten Giessen leicht antrocknen kann.

Wasserbad: Die Bonsaischale wird für wenige Sekunden in ein mit Wasser gefülltes Becken getaucht.

Kalkarmes Wasser oder Regenwasser zum Wässern benutzen.

Die ganze Bonsaischale für wenige Sekunden unter Wasser tauchen.

Den Bonsai leicht schräg halten, sodass überschüssiges Wasser abläuft.

Giesskanne: entweder reichlich übergiessen bis wenig Wasser aus den Ablusslöchern im Boden tritt und mit dem nächsten Giessen warten bis die Erde angetrocknet ist. Oder alle ein bis zwei Tage eine kleine Menge Wasser geben, so dass der Erdballen immer gleichmässig feucht (nicht nass) bleibt.

Die Wassermenge gleichmässig über die angefeuchtete Erde verteilen und solange giessen, bis das Wasser aus den Löchern auf der Schalenunterseite heraustropft, es sei denn, der Bonsai sollte nur wenig Wasser erhalten.

Ballbrause:

Den Ballen fest zusammendrücken, Brause ins Wasser halten, Ball wieder loslassen, damit er sich mit Wasser füllt.

 Die verschiedenen Giessmethoden lassen sich gut miteinander kombinieren und der jeweiligen Situation anpassen.

Diese Hinweise zum Wässern betreffen einen gesunden Bonsai der voll mit Blättern ist. Sobald eine Pflanze aus irgendwelchen Gründen einen Teil ihres Blattwerkes verloren hat, darf nicht mehr in der gleichen Menge gegossen werden. Denn Pflanzen verdunsten Wasser über ihre Blätter, was bedeutet, je weniger Blätter sie hat, desto weniger Wasser benötigt sie. Ebenso gilt dies auch bei Temperaturwechsel: je wärmer, desto mehr Wasser und je kühler, desto weniger Wasser. Daraus lässt sich auch schliessen, dass der Bonsai an einem sonnigen Standort oder in gut beheizten Räumen deutlich mehr, bzw. öfter Wasser braucht.


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